Deutscher Fernsehpreis für BR-Dokuserie „Rise & Fall 1860 München“

Dass der TSV 1860 München ein außergewöhnlicher Verein ist, der viele Menschen bewegt, weiß Deutschland nicht erst seit der BR-Dokuserie „Rise & Fall of 1860 München“. Auch wenn es sportlich in den letzten Jahren nicht so gut lief, ist das Interesse an den Löwen ungebrochen. Nun bekam die BR-Produktion über die wechselvolle Geschichte des Kultvereins sogar den „Deutschen Fernsehpreis“ verliehen.

„Rise & Fall 1860 München“ markierte im Herbst 2025 den erfolgreichen Startschuss zu einer ARD-weiten Reihe über große Fußball-Traditionsklubs und wie ihr Aufstieg und Fall ganze Regionen bewegt. In fünf Episoden wurden viele große Ereignisse rund um die Löwen nachgezeichnet, teilweise mit Bildern und Videos aus den Archiven unterlegt.  3,4 Millionen Abrufe hat allein die Doku über die Löwen in der ARD Mediathek bisher erzielt, davon 1,6 Millionen allein in der ersten Woche.

Nun erhielt „Rise & Fall 1860 München“ den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Montage Information“. Die Auszeichnung wurde am Dienstag, 8. September 2026, im Rahmen der „Nacht der Kreativen“ in Köln an Editorin Xenja Kupin verliehen. Diese war sehr bewegt und bedankte sich via Instagram mit folgenden Worten: „Liebe Löwen, liebes Rise & Fall-Team, lieber Bayerischer Rundfunk, liebe ARD, ich danke euch, dass wir zusammen diesen Preis mit nach Giesing nehmen dürfen. Ich freue mich sehr und ihr hoffentlich auch.“

Besonders freut die Auszeichnung BR-Sportchef Christoph Netzel: „Liebe, Leiden, Jubeln, Verzweifeln: Die Vereinsgeschichte der Löwen ist so verrückt wie kaum eine andere im deutschen Fußball - die vergangenen Wochen unterstreichen das eindrucksvoll. Unser BR-Team hat diese perfekte Vorlage zum Start der ARD-Reihe ‚Rise & Fall‘ zu einem Erfolgsprodukt gemacht. Neben der großartigen Arbeit der Autoren Lennart Bedford-Strohm, Robert Grantner, Christoph Nahr und Maximilian Stockinger hat die originelle, pointierte Montage von Xenja Kupin einen großen Anteil daran – der spezielle Look der Doku trägt ihre Handschrift. Deshalb freuen wir uns sehr über die Auszeichnung beim Deutschen Fernsehpreis.“

„Rise & Fall 1860 München“ wurde vom BR (Redaktion: Thomas Becht, Andreas Egertz) in Zusammenarbeit mit der ARD-Sportkoordination realisiert und war Anfang 2026 bereits für den Grimme-Preis nominiert.

Die gesamte Dokumentation mit allen fünf Teilen gibt es weiterhin in der ARD Mediathek zu sehen. Und vielleicht wird es bald sogar noch einen 6. Teil geben, denn die letzten Monate schreien geradezu nach einer Fortsetzung!

ÜBER DEN DEUTSCHEN FERNSEHPREIS
Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen nach dem Vorbild des US-amerikanischen Fernsehpreises Emmy vergeben. Initiatoren des Medienpreises waren ZDF-Intendant Dieter Stolte, RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler, Sat.1-Chef Fred Kogel sowie WDR-Intendant Fritz Pleitgen. Vorläufer waren der „Goldene Löwe“ von RTL und der „Telestar“ von ARD und ZDF. Mit Gründung eines gemeinsamen Fernsehpreises wollten die privaten und öffentlich-rechtlichen Sender dem Vorwurf entgegenwirken, das eigene Programm zu bevorzugen. Intendanten und Geschäftsführer der Rundfunkanstalten bilden das Stiftergremium, dem seit 2020 auch die Telekom angehört. Dem Gremium steht jeweils für ein Jahr ein federführender Sender vor. Veranstalter und Träger des Events ist die Fernsehpreis GmbH sowie ein Beirat, der für die Umsetzung der Preisverleihung verantwortlich ist. Die Auszeichnung wird jährlich in Köln vergeben, wo auch das ständige Sekretariat angesiedelt und für Kommunikation, Koordination und Betreuung der Juryarbeit zuständig ist. Eine unabhängige Jury aus Fernsehmachern und Kritikern nominiert in den Bereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport die Kandidaten und kürt in 28 Kategorien durch Mehrheitsbeschluss die Gewinner. Weitere Auszeichnungen sind der Förderpreis, der Ehrenpreis der Stifter sowie den seit 2003 ins Leben gerufene Publikumspreis. Die aus aktuell 15 Mitgliedern bestehende Jury wird für zwei Jahre berufen und darf zu den Rundfunkanstalten in keinem arbeitsrechtlichen Verhältnis stehen. Sämtliche nominierte Beiträge müssen bundesweit empfangbar sein. Ab 2023 nehmen ebenfalls Produktionen der Streamingdienste Netflix, Disney+ und Prime Video am Deutschen Fernsehpreis teil.

 

Editorin Xenja Kupin bekam bei der „Nacht der Kreativen“ in Köln den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Montage Information“ verliehen. Foto: RTL / Julia Feldhagen