Löwen gegen Schwaben Augsburg: Gier auf den ersten Heimsieg!
Die Löwen empfangen in der Regionalliga Bayern den TSV Schwaben Augsburg. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist am Freitag, 11. September 2026 um 18.60 Uhr. Es gibt noch wenige Restkarten. Der Bayerische Rundfunk (BR) überträgt die Partie kostenlos im Livestream. Abrufbar ist die Übertragung auf www.br24sport.de, in der BR24-App sowie in der ARD Mediathek. Außerdem ist das Löwen-Radio live dabei.
Vor dem Spiel gegen Schwaben Augsburg macht das Sprunggelenk von Dennis Dressel Sorgen. Der Kapitän war umgeknickt. „Es geht ihm besser“, gibt Löwen-Trainer Alper Kayabunar teilweise Entwarnung. „Wir gehen davon aus, dass er das Donnerstagtraining mitmachen kann. Danach werden wir bewerten, ob es geht.“ Definitiv weiter ausfallen wird Moritz Seiffert. „Ansonsten kann jeder mitttrainieren!“
Als Chefcoach hat Kayabunar nicht die besten Erinnerungen an die „Schwabenritter“. In seiner Regionalliga-Statistik mit Türkgücü steht ein Unentschieden und eine Niederlage. „Ein Sieg wäre gut für die Bilanz“, scherzt der 40-Jährige. „Schwaben Augsburg spielt schon das dritte Jahr in der Regionalliga, ist in der Konstellation schon länger zusammen. Zuletzt haben sie mit dem Sieg in Burghausen bewiesen, dass sie auch Auswärtsspiele ziehen können.“ Es sei eine Mannschaft, „die Fußball spielen kann, die aber auch gut auf zweite Bälle reagiert. Es kann also sein, dass wir viel Ballbesitz haben.“ Trotzdem müsse man auf alles vorbereitet sein.
Nicht unzufrieden war Kayabunar mit dem Auftritt seines Teams zuletzt in Vilzing. „Das Unentschieden ist natürlich sehr ärgerlich, weil wir mit der allerletzten Aktion das 2:2 kassieren. Wir hätten viel früher das Spiel killen müssen. So wurde es in der letzten Minute nochmals, gerade wenn du nur mit einem Tor führst, hektisch. Beim Gegentor müssen wir in der Box näher am Mann stehen, aber schon zuvor die Flanke verhindern.“ Insgesamt bemängelte auch Torwart Vitus Eicher die vielen Gegentore im bisherigen Saisonverlauf. „Das war die Woche definitiv ein Thema“, erzählt der Trainer. Es sei positiv, dass die Mannschaft viele Tore schieße, „aber im Vergleich mit den Mannschaften, die oben stehen, kassieren wir zu viele. Dabei lassen wir prinzipiell wenig Chancen zu.“
Bis auf das erste Spiel in Schweinfurt gingen die Löwen in den folgenden fünf Partien in der Regionalliga immer in Führung. Unterm Strich reichte es aber nur zu zwei Siegen. „Wir müssen einfach konsequenter und mutiger sein“, gibt Kayabunar seinem Team mit auf den Weg. Der Verwaltungsmodus sei keine Option. „Wir dürfen uns nach der Führung nicht hinten reinstellen und versuchen, das Ergebnis zu verteidigen, sondern müssen das Spiel vorzeitig entscheiden“, fordert er.
Personell hat sich in dieser Woche nochmals was getan. So wurde Alexander Benede als zusätzlicher Co-Trainer verpflichtet. Kayabunar begrüßt das. „Wir waren sehr erfolgreich zusammen in der U21. Alex war mein Führungsspieler, er weiß genau, wie ich Fußball spiele.“ Dabei soll der 37-Jährige sich vor allem um „individuelle Sachen“ kümmern. „Es wird nichts an der Rolle von Vincent Saller ändern“, sagt er über seinen bisherigen Co-Trainer. „Alex ist eine Bereicherung für unser Trainerteam.“
Das soll auch Eric Uhlmann sein. Der Innenverteidiger wurde kurz vor Transferschluss verpflichtet, gab bereits in Vilzing sein Debüt. „Eric hat ein paar Minuten bekommen. Das war sicher nicht einfach für ihn. Er fügt sich bisher sehr gut ein“, so Kayabunar über den 23-Jährigen. „Ich bin mir sicher, dass er in den nächsten Wochen eine wichtige Rolle spielen wird“, gibt er dem gebürtigen Leipziger noch Zeit, sich an Mannschaft und Umfeld zu gewöhnen.
In der Liga steht für die Löwen die erste Englische Woche auf dem Programm. Dem Heimspiel gegen Schwaben Augsburg folgt am Dienstag das Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth II und am Sonntag das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg II. „Trivialerweise wären neun Punkte das Beste“, beantwortet der Löwen-Trainer die Frage, was er sich von der Englischen Woche erhoffe. „Aber wir schauen jetzt wirklich nur auf Schwaben Augsburg. Wir wollen die gute Leistung von Vilzing bestätigen und uns und die Fans mit dem ersten Heimdreier belohnen.“ Ohnehin ist die Bilanz im Grünwalder Stadion ausbaufähig. „Die Gier zu gewinnen ist immer groß. Wir wollen, dass es wieder eine Festung wird“, sagt Kaybunar. „Wir sind selbst mit den Ergebnissen unzufrieden und werden versuchen, die großartige Unterstützung der Fans mit Siegen zurückzuzahlen!“
MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN
1860: 30 Eicher (Tor) – 2 Bell, 33 Faßmann, 4 Weber, 47 Fiedler – 36 Deniz, 14 Dressel – 9 Wagner, 13 Eberwein, 19 Erdogan – 7 Niederlechner.
Ersatz: 1 Bachmann, 23 Musa (beide Tor) – 5 Collins, 6 Hoppe, 8 Wach, 11 Moumou, 12 Ortivero Calderon, 17 Leone, 18 Uhlmann, 22 Ott, 24 Gevorgyan, 25 Dordan, 34 Krasniqi, 39 Estermann.
Es fehlen: 20 Klose, 21 Seiffert.
TSA: 1 Reil (Tor) – 28 Eschweiler, 11 Fackler-Stamm, 24 Herzig – 30 Schaber, 6 Krauss, 5 Ruisinger – 13 Ebeling, 14 Greisel – 37 Rehwald, 27 Schäfer.
Ersatz: 25 Rogg, 35 Muminovic (beide Tor) – 3 della Schiava, 7 Makowski, 8 Schwarzholz 10 Ramser, 16 Waigl, 17 H-Wold, 19 Radoki, 20 Banden, 21 Omenlo, 22 Krug, 23 Luburic, 33 Bektas, 36 Bengi, 37 Rehwald.
Es fehlen: 20 Greppmeier.
Schiedsrichter: Andreas Dinger (Bischofsgrün); Oliver Barnert (Bayreuth), Daniel Reich (Heubach); Vierter Offizieller: Markus Mühlbauer (Degernbach).