Löwen wollen gegen Bayern II ihr Stadion zur Festung machen
Für die Löwen geht es zum Ende der Englischen Woche im Derby zu Hause gegen den FC Bayern München II. Anpfiff im ausverkauften Grünwalder Stadion ist am Sonntag, 18. Oktober 2026 um 14.03 Uhr. Der Bayerische Rundfunk (BR) überträgt die Partie kostenlos im analogen Fernsehen und im Livestream auf www.br24sport.de, in der BR24-App sowie in der ARD Mediathek. Außerdem ist das Löwen-Radio live dabei.
Einer besonderen Motivation bedarf es vor einem Derby nicht, findet Löwen-Trainer Alper Kayabunar. „Die Bedeutung ist riesig. Ich werde schon seit Wochen darauf angesprochen. Auch die Nachfrage nach Karten ist sehr hoch“, erzählt der 40-jährige Münchner. Nach dem Heimsieg über Bayreuth sei die Stimmung im Team besonders gut, „vor allem wegen der Art und Weise, wie er zustande kam. Wir wollen das Derby unbedingt gewinnen. Das ist auch für unsere Fans sehr wichtig.“
Keine Bedenken hat Kayabunar, dass seine Jungs im Derby übermotiviert sein könnten. „Die Stimmung und der Support ist in jedem Spiel großartig, es ist Wahnsinn, was zu Hause abgeht. Wir werden immer entsprechend unterstützt.“ Zudem gab es zuletzt vier Heimsiege in Folge. „Wir nehmen da viel Stärke raus. Die Wucht ist enorm. Unser Ziel war es von Anfang an, das Grünwalder Stadion zur Festung zu machen.“ Das ist zuletzt gelungen. „Es ist definitiv unser Heimstadion“, kann sich der Löwen-Trainer einen kleinen Seitenhieb gegen die Roten nicht verkneifen.
Bei den kleinen Bayern und ihrem neuen Trainer Dante läuft es noch nicht richtig rund. Mit 16 Punkten (4 Siege, 4 Remis, 4 Niederlagen) liegen sie nur auf Platz 13. „Das letzte Spiel gegen Unterhaching habe ich mir im Stadion angeschaut“, erzählt Kayabunar. Nach 1:0-Führung der Roten endete die Partie 1:1. Die Erkenntnis des Löwen-Trainers: „Eine typische U23-Mannschaft, technisch stark und gerade in der Offensive sehr gefährlich und mit einer enormen Qualität.“ Gleichzeitig sei eine U23 immer eine Wundertüte. „Man weiß nie genau, was auf einen zukommt.“ Damit spricht Kayabunar an, dass Spieler aus dem Profikader zum Einsatz kommen könnten. Gedanken macht er sich darüber aber keine. „Letztlich wollen wir unser Spiel auf den Platz bringen. Das ist entscheidend.“ Jeder müsse Vollgas geben.
Und vor allem müssen die Löwen die Konzentration hochhalten. Sowohl beim 1:1 in Illertissen als auch beim 2:1-Erfolg gegen Bayreuth kassierte das Team Kopfballtore nach Flanken. Der Ärger darüber war groß. „Das war intern Thema, wir haben besprochen, wie wir das in der Box im direkten Duell verteidigen können. Das müssen wir definitiv besser machen“, findet er. Dagegen lobte er die Moral der Mannschaft, dass sie in Unterzahl nach dem Platzverweis von Lance Fiedler nochmals kontern konnte. „Aber es hat sehr viel Kraft gekostet. Unter den gegebenen Bedingungen haben wir gegen die formstärkste Mannschaft der Liga sehr gut gespielt“, lautet Kayabunars Resümee. „Riesenkompliment an die Jungs, für das, was sie geleistet haben. Das wollen wir natürlich im Derby fortsetzen.“
Zuletzt jagte eine Hiobsbotschaft die nächste. Höhepunkt war sicher der erneute längere Ausfall von Tunay Deniz. „Letzte Woche kam immer wieder ein neuer Name auf der Ausfallliste hinzu. Ich hoffe, dass es jetzt vorbei ist und der eine oder andere zurückkommt“, sagt Kayabunar. Dazu musste er gegen Bayreuth zur Pause noch den kränkelnden Mark Gevorgyan auswechseln, später verletzungsbedingt auch Raphael Wach. Bei beiden hat er die Hoffnung, dass sie am Sonntag wieder einsatzfähig sind. Dazu wird Fabio Wagner nach Krankheit zurückkehren. Gesperrt fehlen wird nach seiner Gelb-Roten Karte dagegen Fiedler. Zumindest links hinten muss Kayabunar dadurch improvisieren. Wenn Gevorgyan ausfallen sollte, auch rechts. Julian Bell und Moritz Seiffert lösten das gegen Bayreuth gut, dazu sei Benedikt Hoppe eine Option. „Er hat letztes Jahr in der U21 bei mir öfters Rechtsverteidiger gespielt“, so der Trainer.
MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN
1860: 30 Eicher (Tor) – 2 Bell, 33 Faßmann, 4 Weber, 21 Seiffert – 8 Wach, 14 Dressel – 9 Wagner, 13 Eberwein, 19 Erdogan – 7 Niederlechner.
Ersatz: 1 Bachmann, (Tor) – 5 Collins, 6 Hoppe, 11 Moumou, 12 Ortivero Calderon, 17 Leone, 18 Uhlmann, 24 Gevorgyan, 25 Dordan, 34 Krasniqi, 39 Estermann.
Es fehlen: 20 Klose, 22 Ott, 23 Musa, 36 Deniz, 47 Fiedler.
FCBII: 1 Bärtl (Tor) – 2 Moumouni, 5 Pavic, 4 Kiala, 3 Ajayi – 8 Osmani, 6 Santos Daiber – 10 Della Rovere, 11 Codjo-Evora, 7 Srb – 9 Assomo.
Ersatz: Klanac, Ruland (beide Tor) – Mijatovic, Wimmer, Do-yeon, Olychenko, Lambé, Sadat, Wilson, Scott, Degraf, Binder, Darboe, Aitamer, Gashi, Heinz, Eckl, Heinz.
Es fehlen: Buchmann, Cardozo, Schmitz, Heindl, Pavlic, Hennig, Manuba, Richter, Prescott, Wijks.
Schiedsrichter: Felix Wagner (Glött); Assistenten: Martin Speckner (Cham), Maximilian Hafeneder (Holzkirchen); Vierter Offizieller: Luca Schultze (München).
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