Löwen wollen nächsten Schritt in Memmingen machen

Für die Löwen geht es am 4. Spieltag der Regionalliga Bayern zum Tabellenführer FC Memmingen. Anpfiff in der Arena Memmingen (Bodenseestr. 44, 87700 Memmingen) ist am Freitag, 14. August 2026 um 18.60 Uhr. Der Bayerische Rundfunk (BR) überträgt die Partie kostenlos im Livestream. Abrufbar ist die Übertragung auf www.br24sport.de, in der BR24-App sowie in der ARD Mediathek.

Der FC Memmingen war 2017 nach dem Doppelabstieg der erste Gegner der Löwen in der Regionalliga Bayern. Den Start gewannen die Sechzger damals in der ausverkauften Memmingen Arena mit 4:1. Es folgte eine grandiose Saison, die am Ende mit dem Aufstieg in die Regionalliga über die Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken gekrönt wurde. Der Einzige aus dem aktuellen Kader, der damals auf dem Platz stand, ist Felix Weber. Dennis Dressel gehörte in der Saison ebenfalls dem Kader der Sechzger an.

Vielleicht ist das ein gutes Omen. Leicht wird der Auftritt im Allgäu sicherlich nicht, schließlich hat der FCM mit Trainer Matthias Günes einen perfekten Start hingelegt: Drei Spiele, drei Siege! „Das ist ein eingeschworener Haufen“, weiß Kayabunar, „auch der Trainer ist schon lange dabei. Die Truppe spielt in dieser Konstellation bereits länger zusammen.“ Besonders stark sei Memmingen im Umschaltspiel. „Darauf müssen wir unsere volle Konzentration legen.“

Noch läuft bei den Löwen nicht alles rund. Das ist aber aufgrund der Umstände in der Vorbereitung nicht unbedingt überraschend. Deswegen hat der Coach als Ziel ausgegeben, sich von Spiel zu Spiel zu verbessern. Das sei bisher auch gelungen. Besonders die 1. Halbzeit gegen den FC Augsburg II hat das gezeigt. „Wir haben uns im Spiel mit Ball und von der Aggressivität gesteigert. Aber wir wollen noch mehr Spielkontrolle haben. Ich hoffe, dass uns das in Memmingen gelingt.“

Auch unter der Woche beim 5:1 im Zweitrunden-Spiel des Toto-Pokals beim FC Wendelstein war nicht alles Gold, was glänzt. So ärgerte sich der 40-jährige Coach tierisch über den Gegentreffer. „Ich will, dass die Jungs alles geben, damit wir kein Tor kassieren. Das ist ein Punkt, an dem wir noch arbeiten, dass wir weniger Tore hinnehmen müssen.“ Er habe im Training gezielt die Aufmerksamkeit darauf gelenkt. „Wir müssen unsere Abläufe weiter optimieren. Aber wichtig war, dass wir mit einem guten Gefühl aus Wendelstein nach Hause gefahren sind.“

Schließlich stehen im Team einige Spieler, für die der Herrenbereich weitgehend Neuland ist. Der Jüngste ist Loris Husic, der nach dem Lehrgang bei der österreichischen Nationalmannschaft immer besser in Schwung kommt und in Wendelstein den Führungstreffer erzielte. „Loris passt prima zu meiner Spielidee“, sagt Kayabunar über den 18-Jährigen. „Er ist technisch versiert, hat ein gutes Spielverständnis und ein gutes Timing. Er weiß genau, in welche Räume er sich bewegen muss.“

Aber auch die älteren Spieler und deren Führungsqualitäten sind gefragt. Das gilt in der Abwehr besonders für Felix Weber. „Er braucht noch etwas Zeit“, weiß Kayabunar, „aber er fügt sich sehr gut ein. Mit seiner Erfahrung ist er enorm wichtig.“ Schließlich soll er den 19-jährigen Lance Fiedler und den 20-jährigen Lasse Faßmann unterstützen. „Felix übernimmt die Führung, gibt die Kommandos. Ich denke, dass das Zusammenspiel die nächsten Wochen immer besser wird.“

Einer, der ebenfalls für eine Führungsrolle vorgesehen ist, ist Tunay Deniz, der in Wendelstein nach seiner Verletzung im letzten November erstmals in einem Pflichtspiel wieder auf dem Platz stand und 60 Minuten spielte. „Tunay hat unser Gefühl bestätigt, so der Löwen-Coach voll des Lobes über den Mittelfeldspieler, „er hat ein richtig gutes Spiel gemacht, Ideen und Kontrolle reingebracht und die Jungen gelenkt.“ Zudem habe er den Auftritt gut verkraftet, was ihn zu einer Option fürs Memmingen-Spiel macht.

Was die Unterstützung durch die Fans angeht, sind Mannschaft und Trainer ohnehin voll des Lobes. Gerne würden sie das mit dem ersten Saisonsieg zurückzahlen. „Alle hier spüren, dass sie für einen besonderen Verein spielen“, sagt Kayabunar. „Wir sind stolz darauf, hauen immer alles rein und versuchen, wie Löwen zu kämpfen. Das ist uns bisher gelungen. Die Mannschaft findet immer besser zusammen. Nun wollen wir uns alle mit einem Erfolg belohnen. Darauf liegt unser Fokus.“


MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

FCM: 22 Dewein (Tor) – 13 Dolinski, 2 Zeller, 4 Schmidt, 18 Paschek – 11 Micic, 29 Rietzler, 8 Lutz, 16 Fusaro – 23 Kresin, 10 Pfaumann.
Ersatz: 1 Unger, 30 Keller (beide Tor) – 3 Gräser, 6 Roth, 7 Maier, 9 Kirsamer, 14 Remiger, 15 Bergmann, 17 Petrovic, 19 Martin, 20 Koller.
Es fehlen: Spitzlberger, Gerhardt.

1860: 30 Eicher (Tor) – 2 Bell, 33 Faßmann, 4 Weber, 47 Fiedler – 22 Husic, 14 Dressel – 8 Wach, 19 Erdogan – 13 Eberwein, 7 Niederlechner.
Ersatz: 1 Bachmann, 23 Musa (Tor) – 5 Collins, 6 Hoppe, 9 Wagner, 10 Deniz, 12 Ortivero Calderon, 17 Leone, 21 Seiffert, 24 Gevorgyan, 34 Krasniqi, 39 Estermann.
Es fehlen: 11 Moumou, 20 Klose, 25 Dordan.

Schiedsrichter: Markus Huber (Wurmannsquick); Assistenten: Christoph Stühler (Oesdorf), Elias Küffner (Pegnitz); Vierter Offizieller: Felix Gärtner (Dauchingen).

 

Löwenrunde vor #FCMM60.