Kein Tor aus dem Spiel : Löwen spielen nur 1:1 gegen Landsberg

Die Löwen müssen nach dem 1:1 gegen den TSV 1882 Landsberg weiter auf den ersten Heimdreier warten. Beide Treffer der Partie fielen – trotz vieler Chancen – vom Elfmeterpunkt. Michael Eberwein hatte die Sechzger in Führung gebracht (15.), Furkan Kircicek glich nach der Pause aus (53.). In der Schlussphase gab Rückkehrer Raphael Ott noch sein Debüt.

Personal: Löwen-Trainer Alper Kayabunar musste gegen Landsberg auf die verletzten Felix Weber, Brahim Moumou, Damjan Dordan und Noah Klose verzichten. Zwei Veränderungen nahm er in der Startaufstellung vor. Moritz Seiffert verteidigte für Julian Bell und Raphael Wach kam für Fabio Wagner ins Team. Der unter der Woche verpflichtete Raphael Ott nahm auf der Bank Platz.

Spielverlauf: Die erste Großchance hatten die Löwen in der 4. Minute. Michael Eberwein hatte nach rechts auf Raphael Wach durchgesteckt, der ließ mit einer Körpertäuschung seinen Gegenspieler im Strafraum stehen, zog nach innen, sein Linksschuss aus acht Metern aufs kurze Eck konnte der herangrätschende Benito Alisanovic gerade noch zur Ecke klären. Bei einem Distanzschuss halbrechts aus 22 Metern von Maximilian Holdenrieder musste sich Vitus Eicher strecken, um den Ball über die Querlatte zu lenken (11.). Nach dem anschließenden Eckball von rechts durch Unal Tosun kam Alisanovic zum Kopfball, setzte die Kugel aber deutlich übers 1860-Gehäuase (12.). Nach Ballgewinn der Löwen in der eigenen Hälfte ging‘s schnell in die andere Richtung, Florian Niederlechner tauchte nach einem Steckpass von Benedikt Hoppe frei halbrechts im Strafraum auf, er zog außen an Torwart Leopold Leimeister vorbei, der traf ihn beim Versuch, den Ball zu klären, am Fuß. Schiedsrichter Christian Dietz zeigte sofort auf den Punkt (14.). Eberwein lief an, hämmerte die Kugel humorlos hoch ins rechte Eck zum 1:0 (15.). Nach einem riskanten Rückpass der Landsberger konnte Leimeister den Ball gerade noch vor dem heranstürmenden Emre Erdogan ins Tor-Aus klären (26.). Auch nach der Ecke von links durch Tunay Deniz war der Keeper gefragt, boxte den Ball bedrängt auf der Linie weg (27.). Kurz danach flankte Moritz Seiffert von links, Eberwein in der Mitte war mit dem Kopf zur Stelle, traf den Ball aber nicht voll, der knapp am langen Eck vorbeiging (28.). Dennis Dressel zielte mit links knapp über den Querbalken, nachdem Lance Fiedler ihm per Querpass die Kugel aufgelegt hatte (35.). Ein Abschluss von Eberwein halbrechts aus neun Metern fehlte die Schärfe, um Leimeister ernsthaft in Gefahr zu bringen (38.). Beinahe hätte Deniz mit einem 30-Meter-Schuss Leimeister überrascht, der die Kugel gerade noch über die Latte wischen konnte (39.). Landsberg stand nun schwer unter Druck. Eine Freistoß-Hereingabe von rechts durch Deniz verpasste Eberwein per Flugkopfball am ersten Pfosten nur um Zentimeter (41.). Beinahe wäre den Gästen der überraschende Ausgleich gelungen. Kilian Pittrich kam aus 17 Metern zum Abschluss, schoss aber knapp übers Tor (45.+2). Direkt danach war Pause.

Den ersten Warnschuss im zweiten Durchgang gab Furkan Kircicek auf Seiten der Landsberger ab. Seine Direktabnahme ging nur knapp über die Latte (49.). In der 52. Minute bekam auch Landsberg seinen Elfmeter. Mulas hatte Tosun im Strafraum angespielt, der kam zu Fall. Auch diesmal pfiff der Unparteiische sofort. Kircicek lief an, schickte Eicher ins linke Eck und schoss zum 1:1 ins rechte ein (53.). In der 56. Minute dribbelte der eingewechselte Fabio Wagner sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch, passte zurück, Eberwein ließ den Ball für Fiedler passieren, der kam aus elf Metern zum Abschluss, hatte aber zu viel Rücklage und schoss deutlich übers Landsberger Tor. Wenig später war es Erdogan nach Doppelpass mit Niederlechner, der im Zentrum zum Abschluss kam, die Kugel aber aus 13 Metern nicht voll traf, so dass Leimeister parieren konnte (58.). Der schnelle Wagner erlief auf der linken Seite einen Flugball von Lasse Faßmann, düpierte seinen Gegenspieler an der Tor-Auslinie und passte zurück auf Erdogan, der vollkommen frei aus acht Metern zum Abschluss kam, doch zwei Landsberger warfen sich in den Schuss, konnten den Einschlag verhindern (65.). Kurz danach die nächste Großchance. Seiffert hatte von links scharf an den zweiten Pfosten geflankt, Niederlechner kam jedoch einen Tick zu spät (68.). Fast im direkten Gegenzug flankte Kircicek von rechts auf den eingewechselten Fynn Heinze, der aus neun Metern übers 1860-Tor köpfte (69.). In der 71. Minute gab Rückkehrer Raphael Ott sein Debüt. Mit ihm kam Arian Ortivero Calderon, um die Offensive für die Schlussphase nochmals zu stärken. Nach pass von Tosun tauchte Heinze im Strafraum frei vor Eicher auf, der den Schuss aber zur Ecke parierte (78.). Landsberg blieb weiterhin gefährlich! In der 82. Minute wurde Ott im Landsberger Strafraum von den Beinen geholt, diesmal blieb die Pfeife, sehr zum Leidwesen der Sechzger – stumm. Kurz danach zielte Eberwein mit einem 18-Meter-Schuss nur um Zentimeter über die Querlatte (82.). Die Löwen versuchten ein Powerplay aufzuziehen, machten sich aber durch Ungenauigkeiten aber immer wieder das Leben selbst schwer. So tickte die Uhr gnadenlos nach unten. Nach einem Eckball von rechts durch Timo Spennesberger musste Eicher einmal mehr retten (88.). Eine Hereingabe von links durch Julian Bell klärte Benedikt Kuhn am ersten Pfosten vor Otivero Calderon zur Ecke (90.+2). In der 3. Minute der Nachspielzeit monierten die Sechzger Handspiel von Pittrich, aber erneut blieb der Pfiff aus. In der 5. Minute der Nachspielzeit lenkte Leimeister einen 20-Meter-Schuss von Dennis Dressel um den linken Pfosten. Ein Kopfball von Ortivero Calderon landete in den Armen des Landsberger Keeper (90.+6). Direkt danach war Schluss. Am Ende wurde es nach zwei Auswärtssiegen in Folge wieder nichts mit dem ersten Heimdreier für die Löwen, die aber noch unbezwungen sind.

TRAINERSTIMMEN

Löwen-Trainer Alper Kayabunar sprach von einem enttäuschenden Ergebnis. „Wir haben uns viel vorgenommen, wollten unbedingt gewinnen und den ersten Heimsieg einfahren. Nach der Führung haben wir es nicht geschafft, Kontrolle reinzubringen“, lautete die Analyse des 40-Jährigen. „Uns sind viele technische Fehler unterlaufen, wodurch wir immer wieder hinterherlaufen mussten. Das hat viel Kraft gekostet.“ Nach dem Ausgleich hätten beide Mannschaften Möglichkeiten gehabt, das Spiel für sich zu entscheiden. „Unterm Strich ist es ein gerechtes Unentschieden. Jetzt müssen wir uns schnell erholen. Am Dienstag geht es schon im Toto-Pokal gegen Buchbach weiter.“ Ob die Partie gegen Landsberg ein Rückschritt gewesen sei, wurde Kayabunar gefragt. „Ich habe immer gesagt, dass es nicht einfach wird. Wir waren uns bewusst, dass Rückschläge kommen. Wichtig ist, dass wir klar im Kopf bleiben. Wir sind eine junge Truppe, die noch lernen muss.“

Landsbergs Coach Rene Schröder zeigte sich mit dem 1:1 „sehr zufrieden. In der 2. Halbzeit hätten wir das Spiel sogar auf unsere Seite ziehen können.“ Er gab aber auch zu, dass die Löwen ihrerseits Chancen zum Siegtreffer hatten. „Mit der Art und Weise des Auftritts meiner Mannschaft bin ich hochzufrieden.“


STENOGRAMM, 6. Spieltag, 30.08.2026, 15 Uhr

TSV 1860 München – TSV 1882 Landsberg 1:1 (1:0)

1860: 30 Eicher (Tor) – 47 Fiedler, 6 Hoppe, 33 Faßmann, 34 Seiffert– 36 Deniz, 14 Dressel – 8 Wach, 13 Eberwein, 19 Erdogan – 7 Niederlechner.
Ersatz: 1 Bachmann (Tor) – 2 Bell, 9 Wagner, 12 Ortivero Calderon, 17 Leone, 18 Collins, 22 Ott, 24 Gevorgyan, 39 Estermann.

L82: 1 Leimeister (Tor) – 14 Holdenrieder, 4 Alisanovic 29 Bauer, 24 Kuhn, 21 Pittrich – 6 Bettrich – 19 Kircicek 10 Tosun, 30 Mulas – 9 Abazi.
Ersatz: 22 Merkl
(Tor) –7 Sgodzaj, 8 Spennesberger, 11 Seemüller, 13 Heinze, 16 Kljucevic, 20 Bucher, 27 Schäffler, 28 Yilmaz.

Wechsel: Wagner für Wach (51.), Collins für Deniz (51.), Ott für Erdogan (71.), Ortivero Calderon (71.), Bell für Seiffert (80.) – Heinze für Abazi (46.), Yilmaz für Mulas (67.), Bucher für Kircicek (75.), Seemüller für Holdenrieder (85.), Spennesberger für Tosun (85.).

Tore: 1:0 Eberwein (15., Foulelfmeter), 1:1 Kircicek (53., Foulelfmeter).
Gelbe Karten: Wach, Deniz, Dressel – Leimeister, Pittrich, Bettrich.
Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach); Assistenten: Tobias Schultes (Betzigau), Luca Fritsch (Diepersdorf); Vierter Offizieller: Georgios Kechagias (München).

 

 

 

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