Toto-Pokal: Löwen stehen nach 5:1 im Achtelfinale

Die Löwen stehen im Achtelfinale des Toto-Pokals 2026/2027 durch einen 5:1-Erfolg über den FC Wendelstein 2017. Arian Ortivero Calderon traf dreifach 40., 45.+2 und 85.), die weiteren Treffer für den Regionalligisten erzielten Loris Husic (33.) und Cristian Leone (89.). Unter großem Jubel gelang Marcel Wild der Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:3 (67.).

Personal: Die verletzten Noah Klose und Damjan Dordan fehlten Trainer Alper Kayabunar in Wendelstein. Dazu verzichtete er freiwillig auf Vitus Eicher, Felix Weber und Florian Niederlechner. Erstmals für das Regionalliga-Team kam Moritz Seiffert zum Einsatz, Tunay Deniz stand nach seiner Verletzung im letzten November erstmals wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz.

Spielbericht: Es dauerte fast die Hälfte der 1. Halbzeit, bis die Löwen die erste gute Chance verzeichnen konnten. Benedikt Hoppe hatte auf Höhe der Mittellinie Loris Husic im Sechzehnmeterraum flach angespielt, der legte ab auf Tunay Deniz, dessen Schlenzer von der Strafraumkante aufs rechte Eck konnte Torwart Tim Lierhammer jedoch an den Pfosten lenken (22.). In der 31. Minute setzte sich Fabio Wagner auf der linken Seite durch, steckte die Kugel auf Husic durch, der frei halblinks aus zehn Metern zum Abschluss kam, aber den Ball ans Außennetz hämmerte. Zwei Minuten später die hochverdiente Führung für die Sechzger. Cristian Leone hatte von rechts über Keeper Lierhammer geflankt, Husic war mit dem Kopf zur Stelle, drückte den Ball am langen Eck zum 1:0 über die Linie (33.). In der 40. Minute glänzte der Torschütze des 1:0 als Vorbereiter. Husic legte rechts im Strafraum flach für Arian Ortivero Calderon auf, der nahm das Zuspiel direkt, traf zum 2:0 (40). Kurz vor der Pause der zweite Treffer von Ortivero Calderon. Mark Gevorgyan hatte von rechts aus vollem Lauf geflankt, der Mittelstürmer setzte die Hereingabe mit dem Rücken zum Tor aus der Drehung aus etwa zehn Metern in die Maschen (45.+2). Direkt danach war Pause.

Im zweiten Durchgang taten sich die Löwen zunächst schwer. Wendelstein stand kompakt, verteidigte konzentriert und setzte Nadelstiche. In der 67.  Minute krönte der kurz zuvor eingewechselte Marcel Wild einen Konter mit dem Ehrentreffer. Felix Hammel hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, legte im Strafraum quer auf Wild, der aus acht Metern zum Abschluss kam, Paul Bachmann war zwar noch am Schuss dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Der Torschütze ist im Hauptberuf Lebkucken-Bäcker („Lebkuchen Wild“) und hatte vorher im Scherz angekündigt, dass er bei einem Treffer gegen die Sechzger seine Karriere beenden würde. Trotz des Gegentreffers geriet der Regionalligist nie in Gefahr, die Partie zu verlieren. In der Schlussphase erzielte erst Ortivero Calderon nach Flanke von Leone das 4:1 (85.). Dann verlängerte Ortivero Calderon eine Ecke von links durch Raphael Wach per Kopf, Leone am zweiten Pfosten musste nur noch zum 5:1-Endstand einnicken (89.).

Löwen-Trainer Alper Kayabunar war mit dem Spiel nicht zufrieden. „Vor allem nicht mit dem Gegentor, das hat uns wirklich sehr geärgert. Aber im Pokal geht es letztlich ums Weiterkommen.“ Die Partie sei wichtig gewesen, um Spielern, die lange nicht gespielt hatten, Spielzeit zu geben. „Es war erfreulich, dass Tunay Deniz 60 Minuten gespielt hat. Er macht im Training schon einen richtig guten Eindruck. Heute im Spiel hat man seine Ideen gesehen, wie er Kontrolle in unser Spiel reinbringt und gerade die Jungen lenkt, was für uns ganz wichtig ist.“ Trotzdem sei es kein leichtes Spiel gewesen. „Der Gegner hat 4-1-4-1 verteidigt, die Räume zugemacht, das Spielfeld verengt. Aber gerade da hat man Tunays Qualität mit seinen Ideen im Spielaufbau immer wieder gesehen. Das wird uns sicherlich in den nächsten Wochen helfen.“ Das abschließende Fazit des 40-Jährigen: „Wir haben fünf Tore geschossen, sind jetzt eine Runde weiter und können uns nun gezielt auf Memmingen vorbereiten.“


STENOGRAMM, Toto-Pokal, 2. Runde, 11.08.2026, 18 Uhr

FC Wendelstein 2017 – TSV 1860 München 1:5 (0:3)

FCW: 1 Lierhammer (Tor) – 6 F. Hammel, 10 Schwalb 3 Ney, 4 Schepl – 13 Abele – 20 Orendi. 18 Doffin, 14 Baran, 12 Hornivius – 16 Merk.
Ersatz: 29 Lenhart Tor) – 5 Winkler, 7 P. Hammel, 8 Fudalla, 9 Mahler, 11 Kunze, 15 Ackermann, 17 Schmidt, 19 Wild.

1860: 1 Bachmann (Tor) – 24 Gevorgyan, 6 Hoppe, 33 Faßmann, 4 Seiffert – 36 Tunay, 18 Collins – 17 Leone, 22 Husic, 9 Wagner – 12 Ortivero Calderon.
Ersatz: 23 Musa (Tor) – 2 Bell, 8 Wach, 13 Eberwein, 14 Dressel, 19 Erdogan, 34 Krasniqi, 39 Estermann, 47 Fiedler.

Wechsel: Winkler für Orendi (55.), Fudalla für Hornivius (55.), Lenhart für Lierhammer (65.), Mahler für Baran (65.), Wild für Merk (65.) – Estermann für Faßmann (46.), Krasniqi für Deniz (58.), Wach für Husic (58.), Fiedler für Gevorgyan (75.), Erdogan für Wagner (82.).

Tore: 0:1 Husic (33.), 0:2 Ortivero Calderon (40.), 0:3 Ortivero Calderon (45.+2), 1:3 Wild (67.), 1:4 Ortivero Calderon (85.), 1:5 Leone (89.).
Gelbe Karte: –.
Zuschauer: 1.860 Sportanlage FV Wendelstein (ausverkauft).
Schiedsrichterin: Davina Lutz (Poppenhausen); Assistenten: David Kern (Wülfershausen), Christian Keßler (Hofheim).

Arian Ortivero Calderon erzielte beim FC Wendelstein einen Dreierpack. Fotos: Felix Hiller