Toto-Pokal: Löwen-Aus im Achtelfinale nach 1:3 gegen Buchbach
Für die Löwen kam im Achtelfinale des Toto-Pokal-Wettbewerbs das Aus. Gegen den TSV Buchbach setzte es vor 6.000 Zuschauern eine 1:3-Niederlage. Tobias Stoßberger (24.) und Samed Bahar per Handelfmeter (42.) hatten die Gäste vor der Pause in Führung gebracht. Nach dem Anschlusstreffer durch Arian Ortivero Calderon per Foulelfmeter flammte kurzzeitig Hoffnung auf (54.), die zwei Minuten später Albano Gashi wieder erstickte (56.).
Personal: Löwen-Trainer Alper Kayabunar musste auf die verletzten Felix Weber, Noah Klose und Damjan Dordan verzichten. Den Routiniers Vitus Eicher und Tunay Deniz gönnte er eine Verschnaufpause. Paul Bachmann stand im 1860-Tor. Auch sonst gab es einige Veränderungen in der Startaufstellung. Der tags zuvor verpflichtete Eric Uhlmann stand noch nicht im Kader.
Spielbericht: In der 4. Minute musste Paul Bachmann das erste Mal eingreifen, Daniel Muteba hatte halblinks aus 17 Metern abgezogen, der 1860-Keeper fischte den Schuss aus dem langen Eck. Auf der anderen Seite kam Fabio Wagner nach einer Flanke von links durch Emre Erdogan zum Kopfball, die Kugel rutschte ihm aber über den Scheitel und ging rechts am Tor vorbei (7.). Nach einem Eckball von rechts durch Raphael Wach war Lasse Faßmann mit dem Kopf zur Stelle, doch Ludwig Zech im Buchbacher Tor parierte den Abschluss aus sechs Metern (17.). Ein Rückraumschuss von Raphael Ott aus 19 Metern strich nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (20.). In der 22. Minute setzte sich Tobias Sztaf gegen Mark Gevorgyan durch, wollte in die Mitte zu einem Mitspieler flanken, doch Bachmann ahnte das, wehrte die Hereingabe ab. Zwei Minuten später war es passiert. Buchbach konterte in Gleichzahl, ließ den Ball von der rechten Strafraumkante über Albano Gashi und Muteba zu Tobias Stoßberger rotieren, der kam links im Sechzehner aus zwölf Metern völlig frei zum Abschluss, traf hoch ins kurze Eck zum 1:0 für die Gäste (24.). Beinahe die postwendende Antwort der Löwen. Nach einem Eckball war es Wagner, der aus kurzer Distanz aufs Tor köpfte, aber wieder war Keeper Zech zur Stelle, wehrte die Kugel ab (27.). In der 41. Minute pfiff Schiedsrichter Elfmeter für Buchbach. Eine Hereingabe von der rechten Grundlinie durch Jonas Wieselsberger sprang Gevorgyan unglücklich an die Hand. Kapitän Samed Bahar lief an, hämmerte die Kugel hoch ins rechte Eck zum 2:0 für die Gäste (42.). Kurz vor der Pause nochmals die Möglichkeit, den Anschlusstreffer zu erziele. Jedoch fand eine Hereingabe von links durch Erdogan in den Fünfmeterraum weder Freund noch Feind (45.). Somit nahmen die Sechzger den Zwei-Tor-Rückstand mit in die Kabine.
In der 52. Minute bekamen auch die Löwen ihren Elfmeter. Muteba holte im Strafraum Wagner von den Beinen, der Unparteiische zeigte sofort auf den Punkt. Arian Ortivero Calderon schnappte sich die Kugel, verlud Zech und schob flach neben dem rechten Pfosten zum Anschlusstreffer ein (54.). Zwei Minuten später war bereits der alte Abstand wieder hergestellt. Nach einem bösen Abspielfehler von Julian Bell kam Gashi im Zentrum aus 14 Metern frei zum Abschluss, traf unhaltbar für Bachmann ins linke untere Eck (56.). In der 64. Minute beinahe die Vorentscheidung für die. Bachmann hatte einen Distanzschuss genau vor die Füße von Sztaf abgewehrt, der aus sieben Metern jedoch übers Tor zielte. 1860-Chefcoach Alper Kayabunar versuchte für die Schlussphase nochmals alles, brachte für Ott den erfahrenen Michael Eberwein in die Partie (72.). Doch richtig Druck konnten die Löwen auch in der Folge keinen aufbauen. Zu viele technische Fehler und Ungenauigkeiten im Passspiel verhinderten dies. So liefen die Gäste kaum Gefahr, ihren Zwei-Tor-Vorsprung zu verspielen. Kurz vor Schluss zwang Lance Fiedler mit einem Distanzschuss Zech noch zu einer Glanzparade (90.). Im direkten Gegenzug verhinderte Ortivero Calderon mit einer Grätsche am eigenen Fünfmeterraum das 1:4 durch den hinter ihm lauernden Bahar (90.+1). Kurz danach war Schluss und das Aus für die Löwen im diesjährigen Toto-Pokal besiegelt.
TRAINERSTIMMEN
Für Löwen-Trainer Alper Kayabunar war das Aus im Toto-Pokal enttäuschend. „Wir hatten in der 1. Halbzeit viel Ballbesitz, ohne zwingend in die Box zu kommen. Insgesamt haben wir zu viele Geschenke verteilt, die Buchbach eiskalt ausgenutzt hat. Es war extrem bitter, dass wir ach dem Anschlusstreffer kurz nach der Pause sofort wieder nach einem individuellen Fehler ein Gegentor bekommen haben. Das hat die Moral gebrochen.“ Ob durch die vielen Wechsel in der Startelf die Automatismen gefehlt hätten, wurde der 40-Jährige gefragt. „Die Rotation war definitiv notwendig. Das darf keine Entschuldigung sein. Dafür haben andere ihre Chance bekommen.“
Buchbachs Coach Sven Zurawka hatte den Tag Pause mehr als die Löwen als Vorteil ausgemacht. „Trotzdem mussten wir viel leiden über die 90 Minuten. Wir kamen schlecht rein, weil einige Jungs doch sehr nervös waren.“ Das hätte sich aber schnell gelegt. „Wir konnten dann Nadelstiche setzen, haben im tiefen Block wenig zugelassen.“ Besonders war er von seinem Team überrascht, dass sie auch nach der Pause dem Druck der Sechzger standhielten. „Da muss ich meinen Jungs ein Kompliment machen. Sie haben in der 2. Halbzeit nur eine Großchance zugelassen. Mit dem Auftritt heute bin ich sehr zufrieden.“
STENOGRAMM, Toto-Pokal, Achtelfinale, 01.09.2026, 18.60 Uhr
TSV 1860 München – TSV Buchbach 1:3 (0:2)
1860: 1 Bachmann (Tor) – 2 Bell, 33 Faßmann, 6 Hoppe, 24 Gevorgyan – 8 Wach, 14 Dressel – 17 Leone, 22 Ott, 19 Erdogan – 9 Wagner.
Ersatz: 23 Musa, (Tor) – 7 Niederlechner, 12 Ortivero Calderon, 13 Eberwein, 18 Collins, 34 Krasniqi, 36 Moumou, 39 Estermann. 47 Fiedler.
BUC: 1 Zech (Tor) – 37 Wieselsberger, 22 Zimmermann, 6 Walter, 15 Dzemailji – 8 Bahar – 28 Sztaf, 34 Gashi, 23 Muteba, 10 Heiland – 11 Stoßberger.
Ersatz: 32 Zankl (Tor) – 3 Erber, 4 Kainz, 16 Auerhammer, 17 Hirtlreiter, 19 Zimmerer, 20 Ivelj, 27 Haas, 33 Mehring.
Wechsel: Ortivero Calderon für Leone (46.), Fiedler für Hoppe (46.), Moumou für Erdogan (46.), Eberwein für Ott (72.), Krasniqi für Wagner (86.) – Haas für Muteba (59.), Ivelj für Heiland (78.), Auerhammer für Bahar (90.+2), Kainz für Zimmermann (90.+2), Hirtlreiter für Sztaf (90.+2).
Tore: 0:1 Stoßberger (24.), 0:2 Bahar (42., Handelfmeter), 1:2 Ortivero Calderon (54., Foulelfmeter), 1:3 Gashi (56.).
Gelbe Karten: Gevorgyan, Dressel – Sztaf, Muteba, Haas, Auerhammer.
Zuschauer: 6.000 Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger (St. Wolfgang); Assistenten: Julius Egen-Gödde (Kaufering), Hirad Aurahman (Puchheim); Vierter Offizieller: Julian Perl (Pullach).