Trainer Kayabunar warnt vor der Heimstärke des VfB Eichstätt
Die Löwen gastieren am 16. Spieltag in der Regionalliga Bayern beim VfB Eichstätt. Anpfiff im ausverkauften HIRSCH-Sportpark (Am Sportplatz 8, 85072 Eichstätt) ist am Sonntag, 25. Oktober 2026 um 14 Uhr. Der Bayerische Rundfunk (BR) überträgt die Partie im Livestream auf www.br24sport.de, in der BR24-App sowie in der ARD Mediathek.
Die Derby-Niederlage war zu Beginn der Löwenrunde nochmals ein Thema. „Die Stimmung war verständlicherweise nicht gut, wir sind sehr enttäuscht gewesen, vor allem über die Art und Weise“, beschreibt Löwen-Trainer Alper Kayabunar die Gefühlslage zu Wochenbeginn. „Wir hatten uns viel vorgenommen!“ Schließlich wollte man den Fans etwas zurückgeben und auch einen Schritt in der Tabelle nach vorne machen. Was aber besonders ärgert, sei die mangelnde Chancenverwertung gewesen. „Wir haben das Spiel aufgearbeitet, klar besprochen und dann schnell abgehakt“, sagt der 40-Jährige. „Der Blick geht nach vorne.“
Die Erkenntnis aus dem Derby sei, „dass wir an bestimmten Sachen noch arbeiten müssen.“ Besonders bitter stieß Kayabunar neben der fehlenden Effektivität die Entstehung der Gegentore auf. „Beim 0:1 sind wir zu viert. Da sind nur zwei Spieler vom Gegner. Das war zu einfach. Vor allem in der Phase, wo wir richtig gut im Spiel sind.“ Bayern hätte in der 1. Halbzeit vier Torschüsse gehabt, drei davon seien drin gewesen, einer ging an den Pfosten. „Wir sind immer wieder drangekommen, kassieren dann den nächsten Rückschlag. Das hat sicherlich was mit unserem Zweikampfverhalten zu tun. Da müssen wir aggressiver verteidigen“, lautet die Erkenntnis.
Gerade auf die Defensive wird es in Eichstätt ankommen. Die Löwen fahren zwar als Favorit in die oberbayerische Bischofsstadt, doch Kayabunar warnt eindringlich vor dem Gegner. „Eichstätt steht in der Heimtabelle auf Platz eins“, führt der Löwen-Coach als Grund an. „Es wird definitiv ein ganz anderes Spiel als die letzten Spiele. Eichstätt ist bekannt dafür, dass sie viel mit langen Bällen spielen, gerade bei Standardsituationen gefährlich sind. Darauf müssen wir uns einstellen, auf viele Zweikämpfe auf dem engen Platz.“ Zudem sind die Platzverhältnisse im HIRSCH-Sportpark nicht die besten. „Das wird ein sehr kampfbetontes Spiel“, prophezeit Kayabunar deshalb. Darauf habe man das Team vorbereitet. „Bei langen Bällen müssen wir auch auf die zweiten, dritten und vierten Bälle schauen, in der Box hellwach sein.“ Trotzdem stellt er klar. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Das zeigen wir Woche für Woche. Wir fahren mit viel Selbstvertrauen nach Eichstätt, wissen um unsere Qualität und wollen unbedingt die Punkte mitnehmen.“
Im Derby hat es nun auch Mark Gevorgyan erwischt. Der Rechtsverteidiger wird verletzungsbedingt länger ausfallen. Als Option für ihn stehen Julian Bell, der auf dieser Position schon einige Male in dieser Saison gespielt hat, oder der junge Edon Krasniqi bereit. Dazu bringt Kayabunar erneut Benedikt Hoppe ins Spiel, der vergangene Saison in der U21 öfters als Rechtsverteidiger aushalf. „Er kann das auch spielen. Wir probieren einiges im Training“, wollte sich der Coach noch nicht auf einen Spieler festlegen.
Gevorgyan war aber nicht der Einzige, der sich verletzt hatte. Dennis Dressel fiel gegen die Bayern auf die Schulter. Bei ihm kann Kayabunar Teilentwarnung geben. „Dennis hat Teile des Trainings mitgemacht, soll am Freitag voll einsteigen.“ Das Gleiche gelte für Raphael Wach und Raphael Ott. Bei der Nennung von Letzterem war die Überraschung in der Löwenrunde groß. Die Rekonvaleszenz hätte sich bei ihm besser entwickelt als gedacht, erklärt Kayabunar.
Neben der Rückkehr von Ott gibt es mittlerweile wieder mehr Alternativen für die Offensive. So feierte vergangenes Wochenende Rron Gosalci sein Regionalliga-Debüt. „Er hat in der Vorbereitung vor seiner Verletzung schon einige Spiele gemacht“, sagt der Coach über den Außenstürmer. „Rron ist sehr schnell, attackiert die Tiefe und bringt gute Flanken ins Zentrum.“ Daneben stand Noah Klose in der U21 beim 3:3 in Schwaig erstmals wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz. Bei ihm bremst Kayabunar noch die Erwartungen. „Er war sehr lange verletzt, hat nach dem Training immer wieder Probleme. Noah muss noch an seiner Fitness arbeiten, braucht sicher einige Einsätze in der U21.“ Vom Bayernliga-Team drängt sich zudem Luca Dollinger auf, der bereits sieben Saisontore erzielt hat. „Wir haben ‚Dolli‘ in Schwaig beobachtet, er hat ein richtig gutes Spiel gemacht“, attestiert ihm der Coach. Zur Belohnung durfte er diese Woche bei der Regionalliga-Mannschaft mittrainieren. „Wir werden seine Entwicklung weiterhin verfolgen. Jeder in der U21 hat die Chance, sich zu zeigen.“
MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN
VFB: 1 Martin (Tor) – 30 Lohner, 5 Bösl, 4 Spies, 23 Lamprecht – 7 Schraufstetter, 19 Müller – 20 Meixner, 11 Herger, 10 Kuqanaj – 9 Gündling.
Ersatz: 21 Sauernheimer, 24 Sieh (beide Tor) – 7 Grimm, 8 Hofrichter, 15 Schneider, 17 Bakic, 22 Winkler, 27 Fatiras, 29 Mayer, 32 Schittler, 34 Wurm, 37 Peric, 38 Schüler.
Es fehlen: 6 Perconti.
1860: 30 Eicher (Tor) – 2 Bell, 33 Faßmann, 4 Weber, 47 Fiedler – 18 Uhlmann, 14 Dressel – 9 Wagner, 13 Eberwein, 19 Erdogan – 7 Niederlechner.
Ersatz: 1 Bachmann, (Tor) – 5 Collins, 6 Hoppe, 8 Wach, 11 Moumou, 12 Ortivero Calderon, 17 Leone, 20 Klose, 21 Seiffert, 22 Ott, 25 Dordan, 34 Krasniqi, 39 Estermann.
Es fehlen: 23 Musa, 24 Gevorgyan, 36 Deniz.
Schiedsrichter: Marcel Krauß (Fladungen); Assistenten: Kenny Abieba (Nürnberg), Johannes Lorenz (Allersberg); Vierter Offizieller: Tim Parzefall (Abtswind).
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