U19 holt beim 5:2-Erfolg über den SGV Freiberg den ersten Sieg

Die Löwen-U19 feierte ihren ersten Dreier in der Saison, besiegte den SGV Heilbronn-Freiberg mit 5:2. Dabei sah es sogar in der 1. Halbzeit danach aus, als ob die Sechzger zweistellig gewinnen könnten. Bis zur 37. Minute führten sie durch Treffer von zweimal Paul Sturm (10. und 12.), zweimal Efe Karakoc (18. und 37.) sowie Xaver Lippmann (35.) bereits 5:0. Damit war der Torhunger gestillt. Die Gäste konnten durch Luka Sagolj (45.+2) und Devin Polat (90.+7) das Ergebnis erträglich gestalten.

Gleich in der 1. Minute hätten die Junglöwen in Führung gehen können. Ein Zuspiel von rechts durch Paul Sturm schloss Valentin Bannert mit einem Drehschuss aus neun Metern ab, doch SGV-Keeper Ginaluca Di Gioia konnte zur Ecke abwehren (1.). Im Anschluss an diese kam Manuel Curic am Elfmeterpunkt zum Abschluss, sein Schuss war aber zu schwach, so dass Di Gioia erneut abwehren konnte (2.). Efe Karakoc scheiterte mit einem Abschluss halblinks aus zwölf Metern ebenfalls am Torhüter der Gäste (4.). In der 10. Minute erzielte Paul Sturm die hochverdiente Führung. Er zog aus dem rechten Halbfeld in die Mitte, wurde nicht gestört, schloss dann aus 18 Metern ab und traf ins linke lange Eck zum 1:0. Kurios war das 2:0 zwei Minuten später. Arda Efe hatte am Strafraum auf Sturm gepasst, der wurde nicht angegriffen, schloss halblinks aus zwölf Metern mit der Picke ab und setzte die Kugel ins lange Eck (12.). Es ging eigentlich nur in eine Richtung. In der 18. Minute passte Bannert auf links zu Karakoc, der kam gegen zwei Freiberger im Strafraum aus acht Metern zum Abschluss, traf aus spitzem Winkel zum 3:0 ins lange Eck. Zwei Minuten später konnte Max Ziemer eine Hereingabe von rechts gerade noch per Grätsche vor Karakoc zur Ecke klären (20.). In der 33. Minute dribbelte sich Sturm durch den Strafraum der Gäste, wollte dann auch noch den Torwart ausspielen, wurde dann aber von einem nachsetzenden Verteidiger im letzten Moment am Abschluss gehindert. Zwei Minuten später sprintete Xaver Lippmann in einen Aufbaupass, sah dass Keeper Di Gioia schlecht positioniert war und schlenzte die Kugel aus 24 Metern zum 4:0 ins rechte untere Eck (35.). Zwei Minuten später sogar das 5:0. Efe hatte links in den Lauf von Karakoc gespielt, der kam im Strafraum zum Abschluss, visierte das lange Eck an und versenkte die Kugel im Freiberger Tor (37.). Die Gäste bildeten danach einen Kreis, wahrscheinlich um sich gegen eine zweistellige Klatsche zu wehren. Kurz vor der Pause hätte Lippmann nach einem Freistoß von rechts durch Arda Efe das halbe Dutzend voll machen können, traf aber mit der Hacke am ersten Pfosten den Ball nicht richtig (45.+1). Im Gegenzug netzte Freiberg ein. Dennis Duru konnte einen Schuss von Felix Pulino Valdez nicht festhalten, den Abpraller verwertete Luka Sagolj aus kurzer Distanz zum 5:1 (45.+2). Das war auch der Pausenstand.

Die Junglöwen waren nach der Pause nicht mehr so zwingend wie in den ersten 45 Minuten. Sturm scheiterte nach einem Solo im Eins-gegen-Eins an Di Gioia (58.). In der 63. Minute setzte sich Ben Wohlketzetter im Zentrum durch, passte dann nach rechts zum mitgelaufenen Efe, dessen erster Kontakt misslang etwas, wodurch er beim Abschluss aus zwölf Metern zu viel Rücklage hatte und die Kugel über die Querlatte setzte. Nur den rechten Außenpfosten traf Rehan Murad halbrechts aus sieben Metern nach einer Kopfballablage von Manuel Keller (77.). Hinten hatten die Junglöwen alles unter Kontrolle. Nach einem weiten Ball aus der eigenen Hälfte kam Keller an der Strafraumkante zum Abschluss, Di Gioia konnte den Schuss jedoch parieren (85.). Murad scheiterte wenig später mit einem 14-Meter-Schuss, der genau auf den Körper des Torhüters kam (86.). Nach einem unglücklichen Foul von Jahi Osmani im gegnerischen Strafraum – er war beim Schussversuch weggerutscht und traf seinen Gegenspieler, der laut schreiend zu Boden ging – kam es anschließend zu Diskussionen und Rudelbildung unter den Spielern. Mittendrin Torhüter Duru, der sein Tor verlassen hatte und am gegnerischen Strafraum mitmischte. Als sich die Situation wieder beruhigt hatte, zeigte ihm Schiedsrichter Felix Stephan die Rote Karte (88.). Da bereits alle Wechsel vollzogen waren, musste Verteidiger Jonas Mantsch ins Tor. Nach mehreren Minuten Unterbrechung ging’s dann weiter. In der 7. Minute der Nachspielzeit musste auch Mantsch hinter sich greifen. Die Junglöwen bekamen links am Fünfmeterraum den Ball nicht geklärt, Devin Polat ging dazwischen, traf zum 5:2 Endstand ins lange Eck. Kurz danach war Schluss.

„Die 1. Halbzeit war sehr gut, wir haben richtig guten Fußball gespielt“, fand Junglöwen-Trainer Jonas Schittenhelm. „Wir hätten sicher noch zwei, drei Tore mehr schießen können.“ Zur Pause und danach habe man viel gewechselt und Einsatzzeiten an Spieler verteilt, die bisher nicht so zum Zuge gekommen seien. „Das war von der Struktur dann etwas wilder. Trotzdem haben wir gut in die 2. Halbzeit reingefunden, hatten noch einige Möglichkeiten auf dem Fuß. Ich hätte den Jungs weitere Tore gegönnt.“ Der Coach ärgerte sich maßlos über die Rote Karte, die Schiedsrichter Felix Stephan seinem Torhüter Dennis Duru zeigte. „Das tut weh, dass wir Dennis verloren haben bei so einem Spielstand.“ Die Aggressivität in dieser Szene sei klar von Freiberg ausgegangen. „Dennis wollte nur Jahi schützen. Da fehlt mir einfach das Fingerspitzengefühl beim Schiedsrichter. Ich hätte von ihm vielmehr erwartet, dass er entschiedener gegen die Freiberger vorgeht, die unseren Spieler komplett umringt und attackiert haben. Aber im Endeffekt zeigt er eine Gelbe Karte gegen den Gegner und einmal Gelb und einmal Rot gegen uns“, sieht er kein vernünftiges Augenmaß beim Unparteiischen.


STENOGRAMM

U19-DFB-Nachwuchsliga, Vorrunde, Gruppe D
3. Spieltag, 19.08.2026, 18.30 Uhr
TSV 1860 München – SGV Heilbronn-Freiberg 5:2 (5:1)

1860: Duru (Tor) – Osmani, Curic, Jünke, Efe (63., Mantsch) – Wohlketzetter (75., Nitta), Lippmann (46., Peters), Lacic – Sturm (63., O‘Bryant), Bannert (46., Keller), Karakoc (46., Murad).

Tore: 1:0 Sturm (10.), 2:0 Sturm (12.), 3:0 Karakoc (18.), 4:0 Lippmann (35.), 5:0 Karakoc (37.), 5:1 Sagolj (45.+2), 5:2 Polat (90.+7).
Gelbe Karten: Karakoc, Osmai, Lacic, O‘Bryant – Mandic, Sammarco.
Rote Karten: Duru (88.) –.
Zuschauer: 50 1860-Trainingsgelände.
Schiedsrichter: Felix Stephan (Bilfingen); Assistenten: Gabriel Richter (Tauberhöhe), Linus Pascher (Weinheim).