U19: Junglöwen sind heiß auf das Stadtderby gegen Bayern

Die Löwen-U19 empfängt am Sonntag, 13. September 2026, zum Münchner Stadtderby den FC Bayern. Anpfiff auf dem 1860-Trainingsgelände (Grünwalder Str. 114, 81547 München) ist um 11 Uhr.

„Derby ist immer was Besonderes, alle freuen sich drauf, sind heiß und haben die Woche intensiv trainiert“, erzählt Junglöwen-Coach Jonas Schittenhelm. „Wir wollen die bestmögliche Leistung auf den Platz bringen und das Derby erfolgreich gestalten, auch wenn es schwer wird“, sagt er selbstbewusst.

Letzte Saison fanden beide Partien auf Augenhöhe statt. Zu Hause gewannen die Sechzger mit 1:0, auf dem FCB-Campus mussten sie sich mit 1:2 geschlagen geben. „Es wird ähnlich schwer wie letztes Jahr, die Bayern zu schlagen“, weiß Schittenhelm. „Damit uns das gelingt, brauchen wir eine Top-Leistung. Zuletzt waren die Derbys immer eng.“

Beide Teams stehen in der Tabelle der Gruppe D in der DFB-Nachwuchsliga eng beisammen. Bayern ist Zweiter, die Junglöwen Dritter. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich direkt für die Liga A, der Dritte hat auch noch Chancen. Mit einem Sieg könnten die Sechzger den Stadtrivalen vorerst überflügeln. „Das interessiert mich nicht“, hält Schittenhelm wenig von solchen Gedankenspielen. „Wir schauen nur von Spiel zu Spiel. Wenn wir gut spielen, kommen die Ergebnisse und Punkte von selbst“, so seine Überzeugung.

Die Bayern waren am Donnerstag noch in der UEFA Youth League im Einsatz, bezwangen dort den FK Bodo/Glimt mit 6:1. Schittenhelm hat wenig Hoffnung, dass die Roten deshalb müde in Giesing antreten werden. Es seien kaum Spieler zum Einsatz gekommen, die bisher die Liga-Spiele bestritten hätten, erklärt Schittenhelm.

Seit diesem Sommer ist Leonhard Haas Trainer der FCB-U19. Der gebürtige Rosenheimer spielte selbst von 1996 bis 1998 im Nachwuchs der Sechzger. Seinen Trainer-Einstieg gab der Ex-Profi beim TSV 1880 Wasserburg, den er in die Bayernliga führte und dort auf die U21 der Löwen traf.

„Die Mannschaft hat eine ähnliche Spielanlage wie die Jahre zuvor unter Peter Gaydarov“, sieht Schittenhelm durch den Trainerwechsel keine großen Unterschiede. „Sie spielen weiter ein hohes Pressing, schalten schnell um, gepaart mit hohen technischen Qualitäten. Selbst unter Druck können sie Situationen lösen. Dazu haben sie viel Speed auf den Flügeln“, analysiert der 40-jährige Junglöwen-Coach den Gegner. Bis auf das Spiel gegen den VfB Stuttgart, in dem die Roten mit 1:6 unter die Räder kamen, haben sie alle Partien in der DFB-Nachwuchsliga bisher gewonnen. „Das Spiel hätte auch anders laufen können“, will Schittenhelm die einzige Niederlage nicht als Maßstab nehmen.

Wie ernst den Sechzgern das Derby ist, zeigt die Maßnahme, dass Ludwig Estermann und Edon Krasniqi dieses Wochenende für die U19 auflaufen und auch sonst keine Spieler für die U21 abgestellt werden. Fehlen werden weiterhin Julius Peters, Xaver Lippmann, Neal Doktorczyk, Bruno Mühl und Lukas Rossa. Dazu wird Torhüter Dennis Duru zum letzten Mal wegen seiner Rot-Sperre fehlen, die er sich gegen den SGV Heilbronn-Freiberg eingehandelt hatte. Ihn vertritt erneut Luca Scholl zwischen den Pfosten. „Luggi hat gegen Regensburg ein gutes Spiel gemacht, hatte einige starke Aktionen auf der Linie“, weiß Schittenhelm sich bei den Torhütern gut aufgestellt.

Nach dem Derby pausiert die Liga vier Wochen. In dieser Zeit finden internationale Turniere, Länderspiele und Lehrgänge stattf. Auch aus den Reihen der Junglöwen sind einige Spieler unterwegs. So erhielt Efe Karakoc (Bild) erstmals eine Einladung zur U19 der Türkei. Patrik Lacic ist mit der kroatischen U18-Nationalmannschaft unterwegs und Edon Krasniqi mit der U19 des Kosovo.