U21 freut sich auf „coole Atmosphäre“ in Kirchanschöring

Die U21 fährt mit Rückenwind nach dem ersten Sieg unter dem Trainer-Gespann Wolfgang Sonnenhauser und Christoph Rech am Samstag, 12. September 2026, zum SV Kirchanschöring. Anpfiff in der EM-Group-Arena (Laufener Str. 25, 83417 Kirchanschöring) ist um 15 Uhr.

Der 4:2-Heimerfolg über den FC Gundelfingen sorgt für Rückenwind bei den kleinen Löwen. „Was das Training angeht, ist die Stimmung prima. Siege sind immer wichtig“, sagt Christoph Rech. „Wir sind einfach happy, dass sich die Jungs endlich mal belohnt haben. Wir wissen natürlich auch, dass wir weiter ganz viel arbeiten müssen, um Spiele gewinnen zu können.“

Besonders bei Luca Dollinger scheint der Knoten endlich geplatzt zu sein – und wie! In den ersten vier Spielen ging der Stürmer leer aus, gegen Gundelfingen schnürte er einen Dreierpack. „Wir freuen uns natürlich alle für ihn. Er hat echt ein gutes Spiel gemacht, unabhängig von seinen drei Toren. Klar sind diese für einen Offensivspieler nochmal ein extra Sternchen. Wir hoffen natürlich, dass er jetzt weiterhin so für uns trifft!“

Mit Emirhan Agzikara konnte der Kader der U21 weiter verstärkt werden. Der 19-Jährige, der sowohl Innen- als auch Außenverteidiger spielen kann, trainiert schon die zweite Woche mit dem Team. „Er musste noch eine Rot-Sperre absitzen, ist am Samstag in Kirchanschöring aber dabei“, erklärt Rech. Der gebürtige Landshuter spielte bereits von Sommer 2020 bis 2022 für die Junglöwen, wechselte dann zum VfB Stuttgart, gewann mit den Schwaben in der abgelaufenen Saison den DFB-Junioren-Vereinspokal. Zudem absolvierte er von der U16 bis U18 zehn Spiele für die türkische Nationalmannschaft.

„Er ist ein guter Typ, ein noch junger Spieler, der charakterlich gut zu uns passt. Ein ganz feiner Kerl“, so die Eindrücke von Rech. „Wir freuen uns, dass er hier ist.“ die Integration sei kein Problem, zumal er einige Spieler noch kannte. Für die Trainer ist es wichtig, eine weitere Alternative im Kader zu haben. „Am Samstag kommt kein Spieler von der A-Jugend, weil die am nächsten Tag das Derby gegen Bayern spielen. Da liegt der Fokus drauf, das ist auch völlig klar.“

Hinter dem Einsatz von Jakob Schurz, der sich im Training verletzt hat, steht noch ein Fragezeichen. Dafür hat Luis Pereira de Azambuja die Woche über wieder voll mittrainiert, ist in Kirchanschöring dabei. „Zusätzlich fällt keiner aus.“ Außerdem könnte der eine oder andere Spieler, der in der Regionalliga-Mannschaft am Freitagabend gegen Schwaben Augsburg nicht zum Zuge kommt, in der U21 am nächsten Tag Spielpraxis sammeln. „Da müssen wir am Samstag in der Früh schauen, wie der finale Kader aussieht“, erklärt Rech.

Bei den Gelb-Schwarzen aus dem Landkreis Traunstein läuft es derzeit noch nicht rund. Mit acht Punkten aus neun Spielen steht das Team auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Das ist eine gute Mannschaft. Der Tabellenstand entspricht nicht dem, zu was Kirchanschöring in der Lage ist. Wir werden auf gar keinen Fall den Gegner an Platzierung messen, ihn unterschätzen“, verspricht Rech. „Nichtsdestotrotz wollen wir natürlich den Fokus auf uns legen, uns weiter verbessern, weiter Momente generieren, einfach gute Aktionen im Spiel haben und den Fußball spielen, den wir uns vorstellen.“

Dabei treffen die Löwen in Kirchanschöring auf einige alte Bekannte, allen voran Max Jägerbauer, der letzte Saison noch mit der U21 die Meisterschaft in der Bayernliga Süd feierte. Auch Trainer Christoph Dinkelbach hat eine 1860-Vergangenheit. „Ich kenne ihn sehr gut. Wir haben zusammen in der U19 und in der zweiten Mannschaft gespielt“, erinnert sich Rech. Zusammen wurden sie 2013 Meister der Regionalliga Bayern, spielten gegen die SV Elversberg um den Aufstieg in die 3. Liga.

Erfahrungsgemäß wird die EM-Group-Arena gegen die kleinen Löwen gut gefüllt sein. Letzte Saison kamen 1.238 Zuschauer, darunter viele Löwen-Fans. „Da ist immer was los, definitiv“, weiß Rech, die Stimmung ist hervorragend. Es herrscht eine coole Atmosphäre. Wir freuen uns drauf. Es macht immer Spaß, vor vielen Zuschauern zu spielen.“