U21 gastiert beim starken Aufsteiger SpVgg Landshut

Die nächste Gelegenheit für die Löwen-U21 unter dem Trainer-Duo Wolfgang Sonnenhauser und Christoph Rech den ersten Sieg einzufahren, besteht bereits am Dienstagabend. In der Bayernliga Süd geht es am 18. August 2026 zu Aufsteiger SpVgg Landshut. Anpfiff im ebmpapst-Stadion am Hammerbach (Sandnerstr. 7, 84034 Landshut) ist um 18.30 Uhr.

Die SpVgg Landshut zählt zu den positiven Überraschungen der noch jungen Saison. „Sie hatten einen sehr guten Start, haben aus fünf Spielen zehn Punkte geholt – diese auch verdient, was ich gehört und gelesen habe“, erzählt Trainer Christoph Rech. „Landshut hat eine sehr gute, homogene Mannschaft. Sie sind nach dem Aufstieg größtenteils in der Konstellation zusammengeblieben. Das wird auf jeden Fall eine Herausforderung für uns.“

Die Niederbayer seien körperlich stark, „wollen aber auch Fußball spielen und haben Lösungen“, so der 33-jährige U21-Coach, der auf einen alten Bekannten trifft. Denn Trainer der Niederbayern ist Sebastian Maier. „Das ist mein Jahrgang, wir haben zusammen im Löwen-Internat gewohnt“, erinnert sich Rech an die gemeinsame und erfolgreiche Zeit im 1860-Nachwuchs. 2011 standen beide mit der U19 der Junglöwen im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen den 1. FC Kaiserslautern. Maier steht immer noch selbst auf dem Platz. „Er hat zuletzt sogar ein Tor geschossen“, weiß Rech.

Obwohl es nach drei Spielen bei zwei Unentschieden und einer knappen Niederlage noch nicht mit einem Dreier geklappt hat, sieht Rech die Entwicklung positiv. „Wir machen Schritte in die richtige Richtung“, sagt er. Gerade der späte 1:1-Ausgleich gegen die SpVgg Hankofen-Hailing würde Auftrieb geben. „Für die Jungs ist es wichtig, ein positives Erlebnis zu haben, weil wir in den ersten beiden Spielen gegen Schalding zu Hause und in Pfaffenhofen in der Schlussphase Rückschläge verkraften mussten. Und jetzt war es gegen Hankofen genau andersrum. Das ist positiv. Die Jungs wollen, sie arbeiten und entwickeln sich. Es braucht einfach eine gewisse Zeit, um sich auch an den Erwachsenenfußball zu gewöhnen. Das ist normal. Wir werden den Jungs die Zeit geben!“

Letztlich hat auch ein taktischer Kniff mitgeholfen, wenigstens einen Punkt zu retten. In der Schlussphase beorderten Sonnenhauser und Rech Innenverteidiger Deniz Haimerl nach vorne. Per Kopfballverlängerung bereitete er die Szene vor, die zum Elfmeter führte, den Mustafa Tekin zum 1:1 verwandelte. „Das ist aufgegangen“, freut sich Rech über den Schachzug. Aber es habe auch an der Moral des Teams gelegen, das sich nie aufgegeben hat. „Die Einstellung stimmt, die Jungs wollen. Sie wollen lernen und sich entwickeln. Dass nicht alles sofort ad hoc funktioniert, ist völlig klar. Das ist Wolfgang und mir bewusst. Wir brauchen einfach Zeit, bis sich Automatismen einspielen und die Abläufe klar sind. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass die Ergebnisse nicht so sind, wie wir uns das Erhoffen würden. Es ist auch klar, dass wir mit zwei Punkten aus drei Spielen nicht zufrieden sind. Aber das wird kommen!“

Neben Luca Dollinger gab im Heimspiel gegen Hankofen-Hailing auch Fabio Rost, Sohn von Ex-Profi Timo Rost, sein Startelf-Debüt. Nach knapp einer Stunde war der Arbeitstag für den Mittelfeldspieler aufgrund einer Verletzung beendet. Rech konnte am Montag noch nicht sagen, wie schwerwiegend diese ist. „Das wird sich heute im Laufe des Tages wohl rausstellen. Und dann werden wir kurzfristig sehen, ob er trainieren kann.“ Gleiches gilt für Lucas Grancay, der zuletzt ebenfalls verletzt gefehlt hatte.

Nach und nach wächst der Kader. Das ist auch notwendig, weil die Profis oft zeitgleich spielen und die U19 mittlerweile voll im Spielbetrieb ist. Gleich fünf A-Junioren saßen gegen Hankofen auf der Bank, vier wurden eingewechselt. Auch gegen Landshut müssen die Trainer sich wieder Unterstützung bei Jonas Schittenhelm holen. „Es werden einige mitfahren“, erklärt Rech. „Wir müssen aber darauf schauen, dass die Jungs nicht zu viel Einsatzzeiten bekommen, weil die U19 am nächsten Tag zu Hause gegen Freiberg spielt“, sind sich die U21-Trainer der Problematik bewusst.