U21 verliert 2:6: Landshut bestraft jeden Fehler eiskalt!
Die Fehler der Löwen-U21 wurden bei der 2:6-Auswärtsniderlage bei der SpVgg Landshut gnadenlos bestraft. Nach der Führung durch Edon Krasniqi (8.) gelang den Niederbayern ein halbes Dutzend Treffer in Folge. Den Schlusspunkt für die Sechzger setzte der eingewechselte Fares Ibrahim in der 79. Minute.
Die U21 kam gut in die Partie und ging durch ein wunderschönes Tor von Edon Krsniqi in Führung. Deniz Haimerl hatte den 18-Jährigen im Halbfeld angespielt, er wurde nicht angegriffen, zog dann aus 24 Metern mit rechts ab und traf über Torwart Daniel Mühl hinweg zur Führung unter die Latte (8.). Drei Minuten später hatte Luis Pereira de Azambuja sogar die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen. Nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte passte Haimerl nach vorne, Noah Plöttner verlängerte per Kopf auf Pereira de Azambuja, der ebenfalls per Kopf sich das Spielgerät vorlegte. Torhüter Mühl kam ihm entgegen, versuchte außerhalb des Strafraums, ihm den Ball wegzugrätschen. Das gelang ihm nicht, doch der Löwen-Stürmer war etwas überrascht, schoss rechts am Tor vorbei (11.). Mit der ersten gelungen Offensivaktion glich Landshut aus. Basti Maier hatte vom rechten Strafraumeck an den zweiten Pfosten geflankt, wo Kenneth Sigl in den Ball reinrutschte, ihn aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie bugsiert (14.). In der 22. Minute konnte Dominik Weiß auf der rechten Seite ungehindert flanken, Tobias Steer hatte sich von seinem Gegenspieler gelöst, kam am ersten Pfosten frei zum Kopfball und setzte die Kugel aus sieben Metern hoch ins kurze Eck (22.). Die jungen Sechzger versuchten danach wieder Ordnung in ihr Spiel zu bringen, brachten sich aber immer wieder selbst durch Fehler in die Bredouille. In der 31. Minute bekamen sie gleich mehrfach den Ball nicht geklärt. Der fiel Maier vor die Füße, der im Zentrum aus 21 Metern per Dropkick ins linke unter Eck Paul Bachmann zum 3:1 überwand. Das war auch der Halbzeitstand.
Trotz Zwei-Tore-Rückstands hatte sich die U21 nicht aufgegeben und hätte beinahe in der 53. Minute durch Lucio Saric den Anschlusstreffer erzielt. Von der linken Seite zog er nach innen, schloss halblinks an der Strafraumkante mit rechts ab, doch Keeper Mühl konnte den Schuss parieren. Nach der anschließenden Ecke von rechts durch Mustafa Tekin kam Neal Doktorczyk am zweiten Pfosten zum Kopfball, seine Bogenlampe wurde aber sichere Beute für Mühl (54.). Das Tor machten einmal mehr die Niederbayern. Nach einem Angriff über die rechte Seite kam Sigl aus dem Rücken von Bruno Mühl am zweiten Pfosten an den Ball, hatte keine Mühe, aus sechs Metern Bachmann zum 4:1 zu überwinden (58.). Zwei Minuten später machte Außenverteidiger Weiß endgültig den Deckel drauf. Er lief in eine viel zu kurze Kopfballrückgabe von Finn Fodor, überwand anschließend freistehend Bachmann mit einem Volleyschuss aus 15 Metern (60.). Das halbe Dutzend für die Dreihelmestädter machte Tim Hoffmann in der 74. Minute voll. Der Einwechselspieler dribbelte ohne große Gegenwehr von rechts in den Strafraum, schloss aus zwölf Metern zum 6:1 ab. Vier Minuten später gelang Fares Ibrahim noch Ergebniskosmetik. Tekin hatte auf Plöttner gepasst, der leitete die Kugel direkt weiter zu Ibrahim, der von vier Landshutern umringt zum Abschluss kam, die Kugel aus sieben Metern zum Endstand versenkte (78.).
„Wir sind wirklich gut ins Spiel gekommen“, lautete das Resümee von Trainer Christoph Rech. „Wir hatten eine gute Anfangsphase, auch kein schlechtes Spiel gemacht. Aber heute war so ein Tag, wo nahezu jeder Fehler von uns gnadenlos durch ein Gegentor bestraft wurde.“ Dazu kam, dass Luis Pereira de Azambuja (18.) und Abwehrchef Deniz Haimerl (37.) durch Verletzungen schon früh ersetzt werden mussten. Das wollte Rech aber nicht als Grund für die Niederlage anführen. „Die Jungs, die reingekommen sind, haben es gut und vernünftig gemacht. Das hört sich nach einer 2:6-Niederlage wahnsinnig doof an. Aber vom Grundprinzip her, vor allem im Spiel mit dem Ball, waren wir nicht schlecht. Im Spiel gegen den Ball wurden halt leider die Fehler eiskalt bestraft. Das ist wahnsinnig bitter!“
STENOGRAMM
U21 Bayernliga Süd, 6. Spieltag, 18.08.2026, 18.60 Uhr
SpVgg Landshut – TSV 1860 München 6:2 (3:1)
1860: 1 Bachmann (Tor) – 2 Mühl, 4 Haimerl (37., 14 Doctorczyk), 5 Fodor (65., 15 Lindemann), 20 Schurz (83., 12 Mantsch) – 7 Saric, 6 Krasniqi, 10 Tekin, 11 Dollinger (74., 13 Genidis) – 18 Pereira de Azambuja (18., 23 Ibrahim), 8 Plöttner.
Tore: 0:1 Krasniqi (8.), 1:1 Sigl (14.), 2:1 Steer (22), 3:1 Maier (31.), 4:1 Sigl (58.), 5:1 Weiß (60.), 6:1 Hoffmann (74.), 6:2 Ibrahim (79.).
Gelbe Karten: Oswald, Weiß – Fodor, Genidis, Tekin.
Zuschauer: 948 ebmpapst-Stadion am Hammerbach.
Schiedsrichter: Felix Scharf (Regensburg); Assistenten: Michael Bäumel (Breitenbrunn), Farras Fathi (München).