Löwen mit Durchblick bei Sturm & Regen: 2:0-Sieg beim VfB Eichstätt
Die Löwen haben die Derby-Niederlage gut verdaut und in einem Kampfspiel bei der bisher besten Heimmannschaft VfB Eichstätt mit 2:0 gewonnen. Die Führung fiel kurz nach der Pause nach einer Ecke von Dennis Dressel durch ein Eigentor von Bastian Bösl (50.). Mit der letzten Aktion des Spiels sorgte Arian Ortivero Calderon für den Endstand (90.+3).
Personal: Löwen-Trainer Alper Kayabunar musste in Eichstätt auf die verletzten Raphael Ott, Stefan Musa, Mark Gevorgyan und Tunay Deniz verzichten. Nicht im 20er Kader standen Brahim Moumou, Noah Klose, Edon Krasniqi – spielten alle drei beim 2:0-Erfolg der U21 über Tabellenführer FC Pipinsried – sowie Ludwig Estermann, der die U19 beim 7:1-Sieg über die SpVgg Unterhaching verstärkt hatte.
Spielverlauf: Von Beginn an entwickelte sich auf dem tiefen Geläuf ein Kampfspiel. Nach einem langen, hohen Ball aus der Eichstätter Hälfte köpfte Lucas Schraufstetter vom rechten Fünfmetereck die Kugel in die Mitte, wo Felix Weber per Flugkopfball schlimmeres verhinderte (9.). Auf der anderen Seite kam Cristian Leone rechts am Fünfmetereck nach Flanke von Dennis Dressel von links aus sieben Metern zum Abschluss, sein Schuss wurde auf der Linie von Bastian Bösl geklärt (12.). Nach Zuspiel von Lance Fiedler aus dem Halbfeld legte sich Florian Niederlechner vorm Strafraum den Ball aus der Luft vor, setzte nach, schloss aus 14 Metern mit links ab, Torwart Daniel Martin lenkte den satten Schuss aufs kurze Eck um den linken Pfosten (18.). Ein verdeckter Schuss von Fiedler von der Strafraumkante kam zu zentral auf Martin, der damit wenig Mühe hatte (21.). Eine Großchance hatte der VfB im direkten Gegenzug. Nach Rechtsflanke schätzte Dressel die Flugbahn falsch ein, wodurch Schraufstetter frei an den Ball kam, sein Siebenmeter-Schuss konnte Vitus Eicher jedoch parieren und den Ball im Nachfassen festhalten (22.). Nach einem Chipball von Florian Lamprecht aus dem Halbfeld in den Strafraum war es erneut der eingelaufene Schraufstetter, der halbrechts frei vor Eicher aus acht Metern zum Abschluss kam, doch der 1860-Keeper lenkte mit einem Reflex den Ball übers Tor (28.). Im Anschluss an eine Kontersituation schloss Erdogan an der Strafraumkante ab, sein Rechtsschuss war aber zu unplatziert, so dass Martin parieren konnte (35.). Das torlose Remis zur Pause war leistungsgerecht, weil beide Teams im ersten Durchgang je zwei Großchancen besaßen.
Zu Beginn der 2. Halbzeit stürmte es und ein Platzregen ergoss sich nicht nur auf die Spieler. In der 50. Minute fehlte Bösl nach einer Ecke von rechts durch Dressel im Sturmgewitter der Durchblick. Damjan Dordan kam am ersten Pfosten nicht an die Hereingabe, vom Innenverteidiger dahinter prallte die Kugel ins eigene Tor zur 1:0-Führung für die Sechzger (49.). Die Löwen setzten mit dem Wind im Rücken nach, Eichstätt konnte sich in dieser Phase kaum befreien, stand unter Dauerdruck. Ein 28-Meter-Schuss nach schnellem Umschaltspiel von Leone über den weit vor seinem Tor stehenden Martin ging knapp über die Querlatte (59.). Glück hatten die Löwen in der 72. Minute, als Bösl in den Lauf von Lamprecht passte, der auf der linken Seite außen Benedikt Hoppe überlief, die Grundlinie entlang nach innen steuerte, aber dann im Fünfmeterraum vor Eicher strauchelte und fiel (72.). Vier Minuten später hatten die Sechzger eine Doppelchance nach einer Ecke von rechts durch Dressel. Erst wurde Michael Eberweins Kopfball auf der Linie abgewehrt, dann der Nachschuss von Fiedler aus zwölf Metern geblockt (76.). So ging das Zittern für die Löwen weiter, jedoch fehlte den Gastgebern die Mittel, das Tor von Eicher ernsthaft in Gefahr zu bringen. Mit der letzten Aktion sorgte Arian Ortivero Calderon nach einem Konter für die Entscheidung. Fabio Wagner hatte am eigenen Sechzehner einen Diagonalpass auf Leone gespielt, der legte von links in die Mitte auf Ortivero Calderon, der aus zehn Metern zum 2:0 traf (90.+3). Direkt danach war Schluss und der wichtige Auswärtssieg unter Dach und Fach.
TRAINERSTIMME
Löwen-Trainer Alper Kayabunar war erleichtert nach dem Erfolg in Eichstätt. „Ich bin stolz auf die Truppe. In der 2. Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht, den Kampf angenommen und sind durch eine Standardsituation in Führung gegangen und konnten am Ende noch das 2:0 nachlegen.“ Vor der Pause war der 40-Jährige nur mit der Anfangsphase zufrieden. „Da hatten wir unsere Torchancen. Danach kam kämpferisch zu wenig von meiner Mannschaft.“ Das habe man in der Pause klar angesprochen und auch das eigene Spiel angepasst. „Wir haben dann die richtige Reaktion gezeigt, es bei schwierigen Bedingungen gut gemacht. Heute waren die drei Punkte sehr wichtig, auch dass wir zu Null gespielt haben.“
STENOGRAMM, 16. Spieltag, 25.10.2026, 14 Uhr
VfB Eichstätt – TSV 1860 München 0:2 (0:0)
VFB: 1 Martin (Tor) – 30 Lohner, 5 Bösl, 4 Spies, 23 Lamprecht – 7 Schraufstetter, 19 Müller – 32 Schittler, 11 Herger, 10 Kuqanaj – 9 Gündling.
Ersatz: 21 Sauernheimer (Tor) – 15 Schneider, 17 Bakic, 20 Meixner, 22 Winkler, 34 Wurm, 37 Peric, 38 Schüler, 39 Grimm.
1860: 30 Eicher (Tor) – 6 Hoppe, 33 Faßmann, 4 Weber, 47 Fiedler – 18 Uhlmann, 14 Dressel – 17 Leone, 13 Eberwein, 19 Erdogan – 7 Niederlechner.
Ersatz: 1 Bachmann, (Tor) – 2 Bell, 5 Collins, 8 Wach, 9 Wagner, 12 Ortivero Calderon, 21 Seiffert, 25 Dordan, 29 Gosalci.
Wechsel: Winkler für Herger (46.), Peric für Schittler (65.) – Wagner für Erdogan (46.), Dordan für Uhlmann (46.), Ortivero Calderon für Niederlechner (64.), Bell für Hoppe (73.).
Tore: 0:1 Bösl (50., Eigentor), 0:2 Ortivero Calderon (90.+3).
Gelbe Karten: Schraufstetter, Kuqanaj – Uhlmann.
Zuschauer: 2.800 im HIRSCH-Sportpark (ausverkauft).
Schiedsrichter: Marcel Krauß (Fladungen); Assistenten: Kenny Abieba (Nürnberg), Johannes Lorenz (Allersberg); Vierter Offizieller: Tim Parzefall (Abtswind).
Löwen-Trainer Alper Kayabunar zum Spiel #VFBM60